Ich möchte mal an dieser Stelle von einer Erfahrung berichten, die ich selbst erst kürzlich gemacht habe, ohne die ganzen Glorifizierungen des eigenen Könnens und die Hochglanz Darstellungen nach dem Motto „Dr House in Bestform“ . Ich will Ihnen einfach mal, ganz nüchtern heruntergerechnet, meine Erfahrungen anhand eines Hundes „Jack“ seinem Frauchen „Ines“ ihrem Freund „Thomas“ berichten. Es geht darum das ein ganz toller  und Charismatischer Hund, eben „Jack“ eines Tages irgendwie und undefinierbar krank wurde und „Ines“ war schon aufgefallen, dass fast alle Lymphknoten an seinem Körper erheblich geschwollen waren. Was war zu tun ?? So kam sie neulich  in meine Praxis um die Geschichte abklären zu lassen und vor allem fragte Sie mich:  „Was raten Sie mir, Herr Dr Neu“ Und genau dieser kleine Nebensatz ist die Crux an der Geschichte. Da helfen die ganzen Selbstdarstellungen im Internet nicht weiter, es reduziert sich auf ganz wenige Teilfragen.

A) Tue ich dem Jack mit der Behandlung irgend etwas Gutes ?

B) Muss Jack bei seinen wöchentlichen Sitzung Schmerzen, Ängste etc. erleiden ?

C) Nimmt ihn die Chemo Körperlich sehr mit, muss er Übelkeit, schlechte Nächte  erleiden ?

D) Wie lange dauert die Prozedur, und was sind die genauen Kosten. ?

Zunächst stand einfach mal die klinische Abklärung und Absicherung der Diagnose „Lymphosarkom“ an. Dazu hatten wir Blut genommen, Brust und Bauch geröntgt und vor allem eine FNA (Feine Nadel Aspiration) aus einem der betroffenen Lymphknoten gemacht. Das waren auch nur ein mal Festhalten und ein paar Piekser und konnten „Jack“ auch nicht ernsthaft erschüttern, auch wenn die Situation für Ihn auf den Bahandlungstischen sehr fremd und nervig war. Die Untersuchungen ergaben dass das Tier eigentlich vom Blutbild, den Leber Nieren- und fast allen sonstigen Werten noch sehr gut beieinander war. Nur die FNA brachte eben diese eindeutige Diagnose “ Malignes Lymphosarkom“. Auf einen PARR Test wegen der Zellklonalität B-T Lymphom haben wir aus Kostengründen verzichtet.